HALT
Indiepop aus Zürich
Musik
Songtext
Blätter rauschen im Wind Seufzend schiebt der Fluss Steine vor sich hin Am Ufer kreischen Vögel Im Chor Ihre Schatten ziehen lang als die Sonne sich senkt Kies knirscht, Äste knacken Feuer knistert, Laub raschelt Ein stetes Klingeln Im Ohr Ein Hund heult hinterm Gartentor Sein Schatten zieht lang als die Sonne sich senkt Wenn der Tag ausklingt wie ein Schlussakkord Und die Nacht bricht an als Blues in Moll Still, stiller, lass uns schweigen In der blauen Stunde ohne Worte verweilen Still, stiller, lass uns schweigen Als stumme Zeugen auf alles nur zeigen Wir welken und vergehen Bis der Zorn sich legt und das Gefühl erwacht In der Ruhe liegt die Kraft
Songtext
Lebenslüge Er ist gewohnt darin zu betrügen sich selbst Ein einsamer Held Ungereimtheiten Versteht er zu bestreiten sich selbst Ein einsamer Held Was andere von ihm denken lässt er fürwahr gelten Im falschen Film fällst Du aus der Rolle wirst dir selber fremd Trügerische Hoffnung weiss er aufs Neue zu verbreiten Sich selbst Ein einsamer Held Widersprüchlichkeiten Er blendet aus, was ihn lässt zweifeln sich selbst Ein einsamer Held Du siehst dir dabei zu wie Du Dich nicht ans Drehbuch hältst Du siehst dir dabei zu wie Du Die eine Szene sprengst Du siehst dir dabei zu wie Du Deinen Blick verstellst Du siehst dir dabei zu wie Du Am Bildrand verschwimmst
Songtext
Er starrt Löcher in die Decke Malt den Teufel an die Wand Schlägt mit der Faust auf den Tisch Beklagt den unhaltbaren Zustand Seine Unzufriedenheit Hat eine politische Dimension Der Prophet im eigenen Lande Leidet an Halluzination Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt Seh die Dinge durch ne rosarote Brille Er tankt Sauerstoff in seinem Luftschloss Schreit aus voller Lunge mit gespaltener Zunge Er redet ohne Punkt und Komma Am liebsten von sich selbst Nimmt alles richtig persönlich Ist dauergekränkt Hinter jeder Lappalie lauert für ihn der Schrecken der Welt Denn der Prophet im eignen Lande Leidet an Halluzination
Songtext
Ich wohne an der Autobahn Vor meinem Fenster dreht ein Kran sich auf der Stelle im Kreis Alles, worauf du baust, hat seinen Preis Ich wohne an der Autobahn Ein Augenblick nur im Vorbeifahren Vor meinem Fenster rauscht es wie am Meer Alles, woran du glaubst, zerschlägt sich hinterher Ich wohne an der Autobahn Auf der Suche nach dem Masterplan Vor meinem Fenster bluten Rücklichter Alles, was du brauchst, sind Gespenster Lass die Andern, ihren Status verwalten Lass die Andern, in Ruhe erkalten Lass die Andern, ihre Zweifel gestalten Lass die Andern, den Schein erhalten Noch ist nicht aller Tage Abend Was uns bleibt, sind offne Fragen Diesen einen Moment zu wagen
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Über uns
„Das HALT-Paradox: Nur wer stoppt und innehält, findet in der Musik einen rettenden Anker.“
Seit 2019 lotet die Zürcher Band HALT in wechselnden Formationen einen Sound aus, der sich jeder einfachen Schublade entzieht: eingängiger Indiepop, durchzogen von den kühlen Konturen des New Wave, der Weite von Americana, der Intimität des 60er-Jahre Singer-Songwritertums und der Wärme des 70er-Soul. Was bleibt, ist ein eigenständiger Klang – vertraut und doch überraschend.
Zwischen Aufbruch und Innehalten
Die Texte kreisen um die grossen leisen Themen: Introspektion und Vergänglichkeit, den schleichenden Midlife Blues und jenen vermeintlichen Aufbruch, der sich manchmal als Stillstand entpuppt – und umgekehrt. Dabei schwingt stets eine aufrichtige Portion Liebe und Lebensbejahung mit, die das Melancholische nie ins Sentimentale kippen lässt.
Indiepop für die zweite Lebenshälfte
HALT machen Musik für alle, die wissen, dass die besten Fragen keine einfachen Antworten haben – und dass ein guter Song manchmal mehr tröstet als jede Gewissheit.
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